Kathrin, 25: „Die Wand“ im CaffèCouture

Lesesommer 2016 (2): Während der Sommermonate 2016 präsentiert euch Books in Vienna WienerInnen mit ihren Lieblingsbüchern an ihren Lieblingsleseplätzen. Für Teil 2 haben wir uns mit Kathrin und ihrem Lieblingsbuch im CaffèCouture in der Garnisongasse getroffen.

„Der Roman ist keine leichte Kost und hinterlässt ein bedrückendes Gefühl“, sagt Kathrin über ihr Lieblingsbuch Die Wand. Doch gerade das sei es, was sie am Roman der oberösterreichischen Autorin Marlen Haushofer so fasziniere. „Die Autorin hinterlässt viele Leerstellen, die zum Nachdenken anregen.“ Der Roman aus dem Jahr 1963 erzählt die Geschichte einer Frau, die in den Bergen durch eine unsichtbare Wand plötzlich von der Zivilisation abgeschnitten und auf sich alleine gestellt ist. „Man fragt sich während des Lesens natürlich ständig, ob man selbst eine solche Situation meistern würde“, sagt Kathrin. Die Germanistik- und Philosophie-Studentin hat den Roman bisher dreimal gelesen, zum ersten Mal als sie neunzehn Jahre alt war.

Obwohl sie eigentlich anspruchsvolle deutschsprachige Literatur als ihr Lieblingsgenre bezeichnet, sei Harry Potter eines der prägendsten Bücher ihres Lebens gewesen. Auch an aktuelle Bestseller wagt sich Kathrin, die es pro Monat auf circa ein gelesenes Buch bringt, heran. „Fifty Shades of Grey habe ich dann aber schnell wieder weggelegt, das war mir zu dumm“, fällt die 25-Jährige gebürtige Oberösterreicherin ein klares Urteil. Generell gönnt sie sich die Freiheit, ein Buch nicht fertig zu lesen, wenn sie merkt, dass es nicht in ihr inhaltliches Beuteschema passt.

Einer ihrer Lieblingsplätze zum Lesen ist das CaffèCouture in der Garnisongasse hinter der Votivkirche. „Ich bin leidenschaftliche Kaffeetrinkerin und die haben hier echt guten Kaffee“, erklärt sie ihre Wahl. Außerdem habe sie oft am nahen Uni-Campus im Alten AKH oder auf der Hauptuni zu tun und auch zu ihrer Wohnung im 17. Bezirk sei es von hier nicht allzu weit. Neben dem guten Kaffee und der zentralen Lage wisse sie auch das helle Interieur zu schätzen – „der perfekte Gegensatz zu etwas düsteren Büchern wie Die Wand von Marlen Haushofer.“

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