Eva (26): „Kelly-Briefe“ an der Alten Donau

Lesesommer 2016 (5): Während der Sommermonate präsentiert euch Books in Vienna WienerInnen mit ihren Lieblingsbüchern an ihren Lieblingsleseplätzen. Für Teil 5 haben wir uns mit Eva und ihrem Lieblingsbuch an der Alten Donau getroffen.

Bei der Auswahl des passenden Buchs für diese Serie hat sich Eva ziemlich schwer getan, denn „Lieblingsbuch ist eigentlich immer jenes, das ich gerade aktuell lese.“ Nachsatz: „Und natürlich Harry Potter!“ Schlussendlich hat sie sich dann aber doch entscheiden können, die Wahl fiel auf Wolf Wondratscheks Kelly-Briefe. Darin schreibt ein Künstler, der nach New York ausgewandert ist, seiner zurückgelassenen Geliebten (namens Kelly) Briefe. „Der Clou ist, dass man als Leser ihre Antworten nicht kennt und den Briefwechsel immer nur aus seiner Sicht verfolgen kann“, erzählt Eva. „Der Autor der Briefe ist ein total schräger Typ, der hunderttausend Projekte im Kopf hat und mit seinem Leben überhaupt nicht klar kommt. Und das alles arbeitet er in seinen Briefen auf.“

Die Kelly-Briefe wurden der Radiojournalistin von ihrem Sprechtrainer empfohlen. „Ich habe vom Buch nichts erwartet und alles bekommen. Da sind Lebensweisheiten drin, die du dir daheim zuhauf übers Bett hängen kannst“, fasst Eva zusammen, was das Buch für sie ausmacht. „Es liest sich total leicht und ist trotzdem sehr tiefgründig, man kann es in einem Rutsch lesen oder jeweils nur einige wenige Briefe abends vor dem Einschlafen.“ Besonders gefällt der 26-Jährigen der Schluss: „Bei Büchern bin ich oft enttäuscht, wenn es sich die Autoren am Ende zu leicht gemacht haben. Wondratschek hat es sich aber definitiv nicht leicht gemacht“, erzählt die gebürtige Salzburgerin, ohne dabei zuviel zu verraten.

Als einen ihrer Lieblingsleseorte in Wien hat Eva die Stege bei der Alten Donau für sich auserkoren, ein Ort, der für sie das Lebensgefühl in der Bundeshauptstadt perfekt symbolisiert. „Wenn ich an Wien denke, denke ich nicht ans Riesenrad oder an den Stephansdom, sondern an die Donauinsel und die Alte Donau. Nach dem Laufen oder Skaten hüpfe ich hier gerne noch ins Wasser und es ist der perfekte Ort, um nach der Arbeit runterzukommen.“

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