Vea (27): „City on Fire“ am Donaukanal

Lesesommer 2016 (6): Während der Sommermonate 2016 präsentiert euch Books in Vienna WienerInnen mit ihren Lieblingsbüchern an ihren Lieblingsleseplätzen. Für Teil 6 haben wir uns mit Vea und ihrem Lieblingsbuch am Donaukanal getroffen.

Die aktuelle Sommerlektüre von Vea heißt City on Fire und ist rund 1.100 Seiten stark. Geschrieben wurde der Roman von Garth Risk Hallberg und für Vea ist das Werk nicht viel weniger als „die Wiedergeburt der Great American Novel“. Aufmerksam wurde sie auf den Debütroman des US-Amerikaners durch Buchrezensionen. „Ich habe gelesen, dass er sieben oder acht Jahre an dem Buch gearbeitet hat. Wenn Menschen so größenwahnsinnige Projekte verwirklichen und das Ergebnis am Ende dann auch noch so gut ist, ringt mir das ziemlichen Respekt ab“, erzählt Vea. Das Buch beschreibt das New York der 1960er und 70er Jahre in all seinen bunten und weniger bunten Facetten, die einzelnen Erzählstränge treffen schließlich im Great Blackout 1977 zusammen. „Hallberg schafft es, all die dutzenden Figuren so unglaublich plastisch und lebensnah zu gestalten, dass man kein einziges Mal zurückblättern muss“, schwärmt die 27-Jährige.

Dass sie von einem Buch so begeistert sei, komme nicht allzu häufig vor. „Es ist schwierig, wenn man als Schriftsteller liest, denn das entspannte und schöne Lesen gibt es in dem Sinn dann meist nicht mehr“, erzählt die Autorin. „Man achtet auf die Konstruktion des Plots oder welche Szenen man selbst anders aufbauen oder schreiben würde. Und dann stößt man hin und wieder auf ein Bombenbuch, das einen komplett von den Socken haut und einfach nur ein riesiges Lesevergnügen ist.“ Und genau das sei bei City on Fire der Fall gewesen.

Den Roman hat Vea in der Buchhandlung tiempo nuevo in der Taborstraße erstanden und nicht weit davon entfernt, am Donaukanal, liegt einer von Veas Lieblingsleseplätzen im sommerlichen Wien. „Das ist so ein bisschen mein Garten hier, ich liebe es aufs Wasser zu schauen und finde es hier sehr beruhigend“, zählt Vea die Vorzüge des Kanals auf. Der Donaukanal sei einer jener Orte, „wo sich Wien anfühlt wie eine Großstadt, man aber trotzdem das ruhige und gemütliche Flair hat“. Bei den Leseaufenthalten mit von der Partie ist dann auch meist Jack-Russel-Dame Alma, die sich hier, ohne den Gefahren des Großstadt-Verkehrs ausgesetzt zu sein, in Ruhe austoben kann.

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