Why nICHt?: Ja, warum denn eigentlich nicht?

Warum nicht ein kleines feines Magazin herausbringen, in dem Studierende der Komparatistik und von anderen Studienrichtungen ihre Texte veröffentlichen können? Das dachte sich auch die Professorin Irina Brantner vom Institut für Vergleichende Sprach- und Literaturwissenschaft und so entstand vor zwei Jahren die Idee, gemeinsam mit Studierenden ein solches Magazin ins Leben zu rufen. Der Titel Why nICHt? soll nicht nur den mehrsprachigen Hintergrund der Herausgeber unterstreichen, sondern auch Studierende dazu motivieren, Texte einzuschicken, selbst wenn sie noch nie zuvor etwas veröffentlicht haben. Warum denn auch nicht?

„Es hat als Studierendenmagazin angefangen, hat sich jetzt aber zu einem normalen Literaturmagazin weiterentwickelt“, erzählt Saskia Pacher vom Redaktionsteam beim Gespräch mit Books in Vienna im Café Jonas Reindl. Im vergangenen Dezember erschien die vierte Ausgabe von Why nICHt? mit insgesamt einundvierzig Gedichten und Kurzgeschichten, die von Autorinnen und Autoren eingesandt worden waren. Jede Ausgabe erscheint mit einem inhaltlichen Schwerpunkt, die eingesandten Texte müssen jedoch nicht auf diesen ausgerichtet werden. „Das Schwerpunktthema verstehen wir eher als Idee und Anregung zum Schreiben“, erklärt die 22-Jährige. Texte werden auf Deutsch, Englisch und Französisch veröffentlicht. Auch Übersetzungen aus dem Russischen werden abgedruckt, in der aktuellen Ausgabe zum Beispiel das Gedicht Die Farbe des Edelsteins des russischen Lyrikers Konstantin Balmont.

Inhaltliche Vorgaben macht das Redaktionsteam keine, lediglich bei politischen Texten behält man sich vor, einen Beitrag nicht anzunehmen. Und natürlich sollten die Texte ein gewisses Grundmaß an Grammatik und Sprachgefühl in sich tragen. Über ein fehlendes Angebot an Material können sich die MagazinmacherInnen nicht beschweren. „Es gibt Autoren, die uns zehn Gedichte auf einmal schicken und wir suchen uns dann eines aus“, erzählt Saskia. Grundsätzlich werden pro Ausgabe maximal zwei Werke eines Verfassers angenommen, damit möglichst vielen Autoren die Möglichkeit zur Veröffentlichung geboten wird.

Why nICHt? erscheint mittlerweile in einer Auflage von zweihundert Stück. Die Redaktion hat sich bewusst dafür entschieden, die Beiträge nicht auch online zu veröffentlichen. „Wir wollen ein bisschen speziell bleiben und veröffentlichen lediglich Zitate aus einzelnen Texten auf Facebook als Teaser für das neue Magazin“, sagt Saskia. Dass sich die Texte jedenfalls nicht nur für den Abdruck in einem Magazin eignen, stellten einige der Autoren sowie Mitglieder der Redaktion im vergangenen Sommersemester unter Beweis. Während der Tagung der Comparative Literature Association in der Universität Wien wurden einzelne Texte im Rahmen von Minilesungen vorgetragen. „Das kam damals so gut an, dass wir sicher wieder mal eine Lesung veranstalten werden“, resümiert Saskia.

Das jeweilige Schwerpunktthema wird ein halbes Jahr vor dem Erscheinungstermin via Website, Facebook und Instagram bekanntgegeben. „Wir verteilen auch Flyer und hängen Plakate auf“, erzählt die Komparatistik-Studentin. So haben die Studierenden bis zum jeweiligen Erscheinungstermin am Ende des Semesters genug Zeit, ihren kreativen Gedanken freien Lauf zu lassen. Für das Magazinlayout ist Erika Unterpertinger zuständig, die grafischen Illustrationen im Magazin entstammen der Feder von Katharina Prazuch, die auch für die Alice im Wunderland-Cover verantwortlich zeichnet. „Die Wahl fiel damals auf Alice, weil ihre Figur so wandelbar ist und sie für uns Abenteuerlust und eine gewisse Neugierde für Reisen symbolisiert“, erläutert Saskia. Und so wird Alice auf jeden Fall auch das Cover der kommenden Ausgabe zieren, dessen Schwerpunktthema bereits feststeht: „Golden Time“, Einsendungen sind ausdrücklich erwünscht (Erscheinungstermin 7. Juni 2017).

Die aktuelle Why nICHt?-Ausgabe ist für vier Euro unter anderem in folgenden Buchhandlungen erhältlich: Kuppitsch am Schottentor, Shakespeare & Company, Yellow Books, Facultas am Campus sowie im 21er Haus.

get in contact: whynichtmagazine.wordpress.comwhynicht@univie.ac.at – Why nICHt? auf Facebook – Why nICHt? auf Instagram

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