Nach der Kriminacht ist vor dem Krimifest (und vor dem Krimipreis)

Am vergangenen Dienstag hielten während der 15. Wiener Kriminacht Autorinnen und Autoren ganz Wien in Atem. Vor dem nächsten Krimihighlight heißt es nur kurz durchschnaufen, denn bereits am Samstag geht es weiter mit der „Krimifest bei Thalia“-Auftaktlesung von Eva Rossmann (Heisszeit 51).

Österreichs größtes Krimifestival

Die neue Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation zwischen der Buchhandelskette Thalia und dem Krimifest Tirol, die bis zum 26. Oktober 2019 – also parallel zum Krimifest Tirol und zum Krimifest am Wörthersee – insgesamt 21 Veranstaltungen in fünf Bundesländern beinhalten wird (davon acht in Wien). „Nach dem großen Erfolg des Krimifest Tirol freuen wir uns sehr, mit Wörthersee Tourismus und Thalia zwei neue Partner gefunden zu haben, um noch mehr Österreicherinnen und Österreicher erreichen zu können. Unser Ziel war es, Österreichs größtes Krimifestival zu installieren“, betonen die beiden Krimifest Tirol-Masterminds Markus Hatzer von Haymon sowie Autor Bernhard Aichner gegenüber Books in Vienna.

Simon Beckett, Thomas Raab & Co

Nach Eva Rossmann wird in Wien auch Simon Beckett (Die ewigen Toten, am 21. Oktober gemeinsam mit Bernhard Aichner in der Filiale W3) zu sehen sein. „Mit Simon Beckett kommt einer der erfolgreichsten, englischen Thrillerautoren nach Österreich. Seine Serie um den forensischen Anthropologen David Hunter ist weltweit ein Bestseller. Wir freuen uns sehr über den Besuch von Starautor Simon Beckett in Wien – das ist ein echtes Highlight für alle Krimi-Fans“, erklärt Andrea Mikhaeel von Thalia Österreich. Des Weiteren werden in Wien unter anderem Linus Geschke, Thomas Raab und Wiebke Lorenz zu sehen (und zu hören) sein.

Über die neue Veranstaltungsreihe freut man sich auch bei Krimiautoren.at, der Plattform der heimischen Krimischriftstellerinnen und –schriftsteller. „Als Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Sichtbarkeit dieses literarischen Genres österreichischer Prägung zu erhöhen, begrüßen wir Veranstaltungen, die nicht nur internationale Stars, sondern auch heimische Spitzenautorinnen und –autoren in den Fokus rücken“, erklärt Obmann und Autor Gerhard Loibelsberger stellvertretend für den Verein.

„Man schaut dem Bösen über die Schulter“

Der Kriminalroman halte unserer Gesellschaft einen Spiegel vor, nennen Hatzer und Aichner einen Grund für die nach wie vor anhaltende Beliebtheit von Kriminalliteratur. Der Krimi eröffne „Einblicke in die dunkelsten Abgründe der menschlichen Seele und malt ein Sittengemälde unserer Zeit. Und all das kann man erleben und reflektieren, während man durch einen spannenden Plot unterhalten wird und sich in hoffentlich sicherer Leseumgebung befindet. Man schaut dem Bösen über die Schulter, liebäugelt mit den eigenen dunklen Seiten. Das schreckt ab und fasziniert zugleich.“ Das Genre werde auch in der Zukunft erfolgreich sein, sind sich beide sicher.

Verleihung von Krimipreisen

Welche Krimis in der jüngeren Vergangenheit besonders Erfolg versprechend waren, davon kann man sich am 25. Oktober sowie am 5. November 2019 überzeugen. Dann nämlich werden der Österreichische sowie der Wiener Krimipreis vergeben. Mit Alex Beer steht die Preisträgerin des Österreichischen Krimipreises bereits fest, die OrganisatorInnen des Wiener Leo-Perutz-Preises machen es dagegen – ganz dem Genre verpflichtet – spannend und halten sich noch bedeckt.

Alle Krimifest-Programme findet ihr unter www.krimifest.at.